Im Erdölmuseum in Wietze

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Schätze in unserem Untergrund" besuchte der Heimatbund „Unser Höver“ nun das Deutsche Erdölmuseum in Wietze.

So startete eine Gruppe von 20 Teilnehmern bei sehr schönem Wetter in Richtung Südheide in das Aller-Leine-Tal, um sich dort im Erdöl- und Erdgasmuseum Wietze zu informieren. Bereits vor ca. 350 Jahren förderten die Wietzer Bauern Erdöl und verkauften es als Schmiermittel und Medizin. Im Jahr 1858 wurde hier die weltweit erste erdölfündige Bohrung durchgeführt. Zwischen 1899 und 1920 bohrten hier über 30 internationale Firmen mit mehr als 2 000 Bohrungen nach Öl. In Wietze befand sich in dieser Zeit das produktivste Erölfeld Deutschlands.

Im_Erdölmuseum

Wolfgang Hänsel vom Erdölmuseum führt die Gruppe durch die Ausstellungshallen und über das Freigelände. In einer kurzen Einführung beschrieb er, wie Erdöl entstand und später gefördert wurde. Es waren sehr schwere Bedingungen, unter welchen die Menschen auf den Ölfeldern arbeiten mussten. Nach dem ersten Weltkrieg wurde in Wietze sogar ein Bergwerk gebaut und Erdöl unter Tage geschöpft. Neue Erfindungen und neue Techniken führten dazu, dass im Laufe der Jahre immer weniger Menschen in den Erdölfeldern Arbeit fanden, obwohl der Pro-Kopf-Bedarf um ein Vielfaches anstieg.

Diese Entwicklung wird im Erdölmuseum gezeigt und den Besuchern anhand von Bildern, Modellen und Ausstellungsstücken anschaulich erklärt. Es gibt Schöpfkellen und moderne Bohrköpfe zu bestaunen und nicht zuletzt auch Bohrtürme, Pumpen und Förderanlagen, so wie sie von über 100 Jahren genau an dieser Stelle standen.

Es war eine gelungene Veranstaltung und alle Teilnehmer hatten beim anschließenden Spargel essen noch einiges zu erzählen.