Grenzbegehung am 04.12.2011

Die Heimatbundgruppe „Unser Höver“ hatte sich für die dritte Begehung der höverschen Gemarkungsgrenze einen anspruchsvollen Weg ausgesucht.

Es ging in diesem Jahr durch die ortsnahe südliche Gemarkungen Südwiesen, Südfeld, Warklahe, Gänsekuhle und Reuterwiese bis zum Hasenkamp, der im vergangenen Jahr Ausgangspunkt für die Begehung war. Dieser Bereich gehört zum überwiegenden Teil zum Mergelbruch des Werkes der Firma Holcim. Die ursprüngliche Landschaft musste hier der Gewinnung des Rohstoffes für die Zementherstellung weichen. Das Gelände liegt heute ca. 45 m unter der Oberfläche, hat nur einige Betriebswege und darf nur in Begleitung betreten werden. Diese Aufgabe übernahm Günter Scharnhorst als Vertreter der Firma Holcim, der die 17 Teilnehmer am Beginn der Führung mit einem Geschenk überraschte. Es handelte sich um verschiedene Fossilien, die im Bruch gefunden werden und die von ihm fachkundig erklärt wurden.

Blick über den Mergelbruch

Blick über den Mergelbruch mit dem skizzierten Grenzverlauf

Der Mergelabbau bedeutet aber auch, dass es hier keine Grenzpunkte mehr gibt. Um die Grenze trotzdem erkennen zu können, hatte Ulf Schärling die Koordinaten der Punkte besorgt und konnte sie mit Hilfe eines Navigationsgerätes bestimmen. Eingeschlagene Holzpflöcke zeigten nur den Grenzverlauf an.

Nach einem anstrengenden „Spaziergang“ quer durch den Mergelbruch wanderten die Teilnehmer nach Ilten, um dort mit 6 weiteren Personen zu essen und die Veranstaltung ausklingen zu lassen.