Eine Führung über die Höversche Kippe

Den Reiz der Natur im Frühling zu erleben ist immer etwas Besonderes.

Die Heimatbundgruppe „Unser Höver“ lud aus diesem Grund ihre Mitglieder und Freunde zu einem Spaziergang über die „Höversche Kippe“ und durch das „Kleine Holz“ ein. Das ist ein Gebiet, das sich im Laufe vieler Jahre zu einem besonderen Biotop entwickelte und unter Schutz steht.
Die Kippe entstand im Jahr 1919 aus dem Aushub für den Bau der Hindenburgschleuse. Es handelt sich um einen mageren Kalkboden, auf dem viele der Pflanzen und Tiere, die vor ca. 100 Jahren in unserer Gegend noch häufig vorkamen, überleben können. Nachgewiesen wurden über 30 gefährdete Pflanzenarten und mehr als 60 Schmetterlingsarten, die auf der Roten Liste stehen. Hierzu gehören neben 11 Orchideenarten wie dem Gefleckten Knabenkraut auch die Sumpf- Gänsedistel, die mit fast 3 m Höhe unsere heimische Staude ist. Einen besonderen Aspekt bildeten die großen Trockenrasenflächen auf denen tausende von Wiesen-Schlüsselblumen blühten.

Gruppenbild
Der Weg auf die Kippe

Das Kleine Holz ist ein feuchter Niederwald, in dem Brennholz geschlagen wurde. So entstanden regelmäßig offene Flächen, die für viele Pflanzen- und Insektenarten einen idealen Lebensraum schufen.
Es hatten sich 18 Personen eingefunden. Karsten Poschadel vom BUND, der seit über 20 Jahren die Höversche Kippe und Teile vom Kleinen Holz betreut und pflegt, verschaffte den Besuchern mit seinen fachkundigen Erläuterungen neue Einsichten und Erkenntnisse, die sicher noch lange nachwirken werden.